Neben psychischen Belastungen spielt Fehlernährung eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Gefäßverkalkungen. Übergewicht, Verstopfung und Diabetes sind anerkannte Mitursachen, die eine langfristige Behandlung erfordern.
Ein Ausgleich der häufig auftretenden Mangelzustände an Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, Spurenelementen, Mineralien, Enzymen und Ballaststoffen ist schnell möglich, muss aber langfristig fortgeführt werden. Die Arterienverkalkung ist eine kontinuierliche Herausforderung, da jede neue Infektion oder Stressbelastung eine Verschlimmerung bewirken kann.
Konkrete Begleittherapien können hier ausgleichend wirken. Lernen Sie selbst, welche einfachen Möglichkeiten es gibt.

Mögliche Fehler beim Essen
- Zu schnelles Essen: Dies führt zu einem verzögerten Sättigungsgefühl. Langsames Kauen erhöht den Genuss. Eine Übung für Schnellesser: Nach dem Aufnehmen des ersten Bissens die Gabel neben den Teller legen, 20-mal gut kauen, bis ein flüssiger Speisebrei entsteht, und erst dann schlucken. Für den nächsten Bissen die Gabel wieder aufnehmen und diesen
Vorgang fortsetzen. - Übermäßiges Essen: Bei großem Angebot, wie an einem Buffet, mit kleinen Portionen beginnen. Langsam essen und bei Sättigung eventuell übriggebliebenes Essen kühlen oder entsorgen. Übermäßiges Essen ist schädlich.
- Vermeidung von Süßigkeiten: Der Verzicht kann anfangs schwerfallen. Erwachsene benötigen jedoch keinen zusätzlichen Zucker, da der Körper Blutzucker aus anderen Quellen herstellen kann. Heißhunger auf Süßes kann auf eine Candida-Überwucherung oder Bauchspeicheldrüseninfektionen hinweisen, die auch Gefäßverkalkungen fördern können. Natürliche
Ernährung enthält kaum Zucker, was auch Zahnprobleme und damit verbundene Gefäßverkalkungen verhindern kann. - Ballaststoffzufuhr: Im Alter kann die Aufnahme von Ballaststoffen durch schlechte Zähne oder unzureichendes Gebiss eingeschränkt sein, was zu Verstopfung führen kann. Dies kann eine Rückvergiftung durch Stoffe, die von der Leber und Galle ausgeschieden werden müssen, zur Folge haben.
Cholesterin-Senkung
Nur ein kleinerer Teil der Arteriosklerose-Entstehung sind die erhöhten Cholesterinwerte. Folgende Mittel zur Senkung sind üblich oder können ergänzen:
- Statine (z. B. Rosovastatin): Colesterin- Senker der Krankenkasse
- Roter Reis: senkt Cholesterin, kann auch Nebenwirkungen wie Schwäche haben
- Symbiolact Cholesterin Control: steigert den Cholesterin Verbrauch
- Artischocke, Leinöl, Algenöl (Omega 3): verbessern den Fettstoffwechsel
Regelmäßige Blutkontrollen des Cholesterins (und Homocysteins) werden empfohlen. Bei Schwäche Q 10 Mangel / 1 – 3 x 200, Strophantus D4 3 x 2.

Orthomolekular-Therapie
Zum Ausgleich von Mangelzuständen bei Arteriosklerose sind zusätzlich oft Mikronährstoffe und Nahrungsergänzungsmittel notwendig, z. B.:
- Vitamin B-Komplex zum Verbessern des erhöhten Homocysteinwertes, der auch zur Gefäßsklerose beiträgt.
- Omega 3, die ungesättigten Fettsäuren für Nervensystem und bessere Fettwerte bei Arteriosklerose.
- Selen zur besseren Schwermetallentgiftung ist oft notwendig, da viele Nahrungsmittel kleinste Mengen Blei, Cadmium oder Quecksilber enthalten, die sich über Jahre summieren.
Mehr Informationen hierzu finden Sie hier.
Regelmäßige Gewichtskontrollen sind ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und sollten nicht durch Ausreden vernachlässigt werden. Sich selbst zu betrügen, indem man diese Kontrollen umgeht, ist kontraproduktiv.
Übergewicht ist ein weit verbreitetes Problem, das eng mit der Entstehung von Typ-2-Diabetes und Gefäßverkalkungen verbunden ist. Süßigkeiten, die keinen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten, sollten vermieden werden. Erfahrungsgemäß lässt das Verlangen nach Süßem nach einer gewissen Umgewöhnungsphase nach.
Körperliche Aktivität in verschiedenen Formen ist, wie allgemein bekannt, ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebensstils. Mindestens tägliche, ausgiebige Spaziergänge werden empfohlen.
Ebenso wichtig ist es, auf Alkohol zu verzichten und das Rauchen einzustellen. Beide Gewohnheiten haben nachweislich
negative Auswirkungen auf die Gesundheit und fördern insbesondere die Entwicklung von Gefäßkrankheiten.
Warum eine Ernährungs-Umstellung oft notwendig sein kann
Vegetarisch-vegane Ernährung: Umstellung zur Vorbeugung der Gefäßverkalkung
Wahre Gesundheit basiert auf unserer Ernährung und in der Harmonie im Inneren, der Balance von Nährstoffen, der Entgiftung der Toxine, der Beseitigung der Entzündungs- Ursachen und der gesunden, pflanzenbasierten Nahrung. Ernährungs-Langzeitbeobachtungen dazu sind in umfangreichen Studien erprobt und ausgewertet worden.
Eine sinnvolle Gemüsezufuhr aus regionalem, biologischem Landbau sowie tägliche Ballaststoffe aus Samen, Nüssen, Saaten, Vollwertgetreide und Erbsen- sowie Kichererbsen-Proteinen als Quelle für Eiweißersatz wurden in den Studien über Jahre hinweg einbezogen (siehe z. B. Dr. Colin Campbell und Dr. Thomas Campbell: The China Study).
Auffällig ist hier die deutliche Abnahme von Symptomen bei Immunsystemschwäche, Bluthochdruck, Energiemangel und Gefäßverkalkungen. Dies erhöht also die Langlebigkeit dank der Ernährungsumstellung. Bei den teilnehmenden Gruppen wurde komplett auf tierische Eiweiße aus Ei, Milch und Fleisch verzichtet; gemieden wurden zudem alle Transfettsäuren, Zucker, sowie Fertig- und Schnellgerichte.
Empfohlene Literatur: Ernährungsratgeber von Dr. Michael Greger mit „How Not to Diet“ (deutsch, 495 S., war monatelang in der Bestsellerliste der New York Times).
Arteriosklerose, Ernähgung und Darmgesundheit
An chronischen Darmentzündungen leidet ein Großteil der Bevölkerung. Die nicht direkt den Darm betreffenden Erkrankungen werden häufiger vom Darm verursacht als bislang vermutet: Auch bei Gefäßverkalkung: In Arteriosklerose-Plaques gefundene 23 Bakterienarten stammen oft aus dem Darm.
Das Neugeborene hat einen sterilen Darm, ohne die guten Bakterien der Normalflora. Die 700 verschiedenen Bakterienarten, die beim Test der Muttermilch gefunden wurden, bilden das neue Mikrobiom, die Normalflora. DNA-Sequenzierung (Am. J. Clin Nutr 2012; 96(3): 544-551) zeigt, dass diese bei übergewichtigen Müttern erniedrigt ist.
Durch einen gereizten Darm entstehen oft Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Ekzeme und Trockenes Auge. Symbioselenkung
und Okoubaka-Kur sind da oft hilfreich.

Die Zahl der versorgenden Nervenzellen im Darm gleicht der des Zentralen Nervensystems. Diese Darmbakterien und anderen Mikroorganismen sind enorm zahlreich: Der Mensch besitzt etwa 10-mal so viele Darmbewohner wie eigene Zellen.
Der Darm ist auch Träger des größten Teils des Immunsystems: Innerhalb der Schleimhaut liegen die sogenannten Peyer’schen Plaques, kleinste Lymphzell-Follikel, die in so großer Zahl vorhanden sind, dass der Darm damit 80% des lymphozytären Immunsystems beinhaltet!
Die wahre Erholung eines Menschen hängt daher sehr mit der intakten Darmflora und Darmtätigkeit zusammen. Die Darmsanierung ist in vielen Fällen der wichtigste Teil einer Aufbau- und Erholungskur sowie des Immun-Aufbaus.
Tägliche Darmentleerung
Eine tägliche Darmentleerung – ohne synthetische Abführmittel – sollte angestrebt werden. Hilfreich sind:
- 3-5 Esslöffel Milchzucker am Abend (je nach Verträglichkeit)
- Multiplasan M. 17: täglich 3x2 Tabletten
- Reichliche Flüssigkeitsaufnahme: Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von mindestens 1,5-2 Liter täglich ist wichtig (mineralarmes Wasser, leichte Tees, verdünnte Säfte).
- Regelmäßige Bewegung: Regelmäßiges Ausdauertraining reichert den Organismus mit lebensnotwendigem Sauerstoff an und verstärkt die Peristaltik.
Die Ernährungstherapie
- Symbioselenkung
- Flora Basic oder Immuno Pro 2 x 1 Kps. (fairvital) oder Symbioflor, Symbiolact, Mutaflor, Omniflor, Lactobacillen
- Zinkmangel ausgleichen, Okoubaka-Kur
Arteriosklerose und Lebensstil - Die Ornish Diät
Dean Ornish, geboren 1953, ist Arzt und Präsident sowie Gründer des gemeinnützigen Preventive Medicine Research Institute in Sausalito, Kalifornien. Zudem ist er Clinical Professor of Medicine an der University of California, San Francisco. In den USA ist er bekannt für seinen Lifestyle-Ansatz zur Kontrolle der koronaren Herzkrankheit (KHK) und anderer chronischer Krankheiten.
Seit 1977 hat er in einer Reihe von klinischen Studien bewiesen, dass eine Rückbildung der Arteriosklerose möglich ist, allerdings
mit einer sehr kleinen Erfolgsquote. Die von ihm erforschten Änderungen des Lebensstils, die diese Rückbildung begünstigten, beinhalten eine Vollwertkost, pflanzliche Ernährung, Raucherentwöhnung, moderate Bewegung, Stressmanagement-Techniken
wie Yoga und Meditation sowie psychosoziale Unterstützung.
Dieses Ergebnis wurde in einer randomisierten, kontrollierten Studie, bekannt als „Lifestyle Heart Trial“, veröffentlicht, mit Ein-Jahres-Daten im Lancet im Jahr 1990 und als Fünf-Jahres-Daten in der Zeitschrift der American Medical Association.
Die Studienteilnehmer wurden aufgenommen, wenn eine koronare Herzkrankheit bestand. In Bezug auf kardiale Ereignisse wurde die Gruppe mit anderen verglichen, die den üblichen medizinischen Ratschlägen gefolgt waren.
Eine verminderte Stenose der Herzkranzgefäße zeigte sich nach einem Jahr der Behandlung. Die meisten Patienten in der Kontrollgruppe dagegen hatten zunehmend verengte Koronararterien am Ende der Untersuchungen.
Andere Ärzte, wie Caldwell Esselstyn und K. Lance Gould, haben ähnliche Ergebnisse mit ähnlichen Methoden erzielen können.
Die Ornish-Diät fordert einen Verzicht auf stark fetthaltige Lebensmittel. Nur zehn Prozent der täglich aufgenommenen Kalorien sollten aus Fett stammen. Gemüse, Obst und Getreide dürfen in beliebigen Mengen konsumiert werden, fettarme Milchprodukte nur in Maßen. Fleisch, Öle, Nüsse, Samen, Zucker, Honig, Alkohol, Vollmilch sowie alles, was pro Portion mehr als zwei Gramm Fett enthält, sind tabu.
Doch offenbar ist diese Diät schwer einzuhalten: Die Hälfte der Teilnehmer in der Dansinger-Studie gab innerhalb eines Jahres auf. Auch die Diät-Vorschriften konnte kaum jemand einhalten. Nach einem Monat Diät lag der Fettanteil in der Nahrung im Schnitt bereits bei 27 Prozent, nach einem Jahr bei 35 statt bei zehn Prozent. Immerhin: Der LDL-Wert ließ sich im Schnitt um 25 mg/dl senken, der HDL-Wert jedoch nicht erhöhen. Der Nüchtern-Glukose-Wert ging im Vergleich mit den anderen Diäten am stärksten zurück: minus 8,2 mg/dl. Die Gewichtsabnahme lag bei 6,6 %.
